Jetzt ist sie wieder da… die so umjubelte angeblich stillste und besinnlichste Zeit des Jahres. In Wirklichkeit ist aber leider die Weihnachtszeit meist genau der Zeitpunkt wo wir den Satz „Ich habe so schrecklichen Stress“ am häufigsten hören. Im folgenden Artikel findet ihr ganz simple Atemübungen zum „Durchschnaufen“, welche Euch dabei helfen sollen, den aufkommenden Stress in der vorweihnachtlichen Zeit zu reduzieren.

Der Adventszeit eilt ein ganz besonderer Ruf voraus – Friede – Stille und Besinnlichkeit, nettes Beisammensein mit der Familie und Freunden. Gemeinsames Kekse backen, Lieder singen, das Haus aufputzen, – all das steht bei vielen von uns auf dem Plan.

Soweit also der Plan: In der Realität sieht es leider zumeist ganz anders aus: Weihnachten fällt nun einmal auch mit dem Jahresende zusammen und daher steht der Jahresabschluss in den Betrieben bevor – die Arbeit häuft sich – von Besinnlichkeit also keine Spur. Meetings reihen sich an Meeting, eine Planbesprechung jagt die Nächste und oft stehen auch noch die letzten Geschäftsreisen im alten Jahr vor der Tür. Das Bild zeigt übrigens die weihnachtliche Hektik am Flughafen Frankfurt – das ganze Gebäude ist festlich geschmückt, aus den Lautsprechern tönt neben den Ansagen Weihnachtsmusik und dazwischen hetzen die Passagiere mit verbissenen Gesichtern…

Bei all dem Stress und aufgebauten Druck kommt es dann leider auch oft im privaten Bereich zu Krach und Unstimmigkeiten, von der besinnlichen Zeit also keine Spur. Schon beim Lesen dieser Zeilen wird man unruhig oder ?

Kugeln

Stress und Atmung:

Unter Stress erweitern sich die Bronchien, die Atmung wird schneller und flacher – wir legen dabei den Schwerpunkt der Atmung auf das Einatmen, die Ausatmung wird weniger tief. Dies führt dazu, dass der Körper kurzfristig besser mit Sauerstoff versorgt wird. Diese Abläufe sind ein Erbe unsere Vorfahren, denn der Sinn der körperlichen Stressantwort war die Vorbereitung auf Kampf oder Flucht. Über längere Zeit hindurch ist diese Stressantwort unseres Körpers allerdings gesundheitsschädigend.

Richtiges Atmen ist eine gute und sehr einfache Möglichkeit um Stress abzubauen

Atemübungen können die Entspannungszentren im Nervensystem aktivieren und so dem Stress entgegen wirken.

Es geht los! Lass Dir vom Stress nicht die Luft wegschnappen

1.Einfache Atemübung als Basis

Lege oder setze Dich bequem hin- lege eine Hand auf den Bauch und eine Hand auf Deine Brust

Atme durch die Nase ein und zähle im Kopf bis drei – Beobachte dabei wie sich die Hand auf dem Bauch hebt und die Hand auf der Brust sich nur wenig bewegt.

Beim Ausatmen langsam bis vier zählen und dabei beobachten, wie sich die Hand auf dem Bauch langsam senkt. Stelle Dir vor, dass Du bei jedem Einatmen Energie aufnimmst und Du Dich beim Ausatmen von schlechter Energie, von Anspannung und innerem Druck löst.

Versuche diese Art der Atmung für einige Minuten durchzuführen- sie eignet sich auch hervorragend für zwischendurch (zum Beispiel am Schreibtisch).

  1. Wechselatmung- harmonisiert Körper und Geist, hilft bei Müdigkeit, synchronisiert die Gehirnhälften und erhöht die Atemkraft

Bitte zunächst einmal die Nase putzen, denn für die Wechselatmung müssen beide Nasenlöcher frei sein- nur so kann sich die wohltuende Wirkung auf Körper und Geist entfalten.

Setze Dich bequem hin und versuche möglichst gerade zu sitzen. Wenn Du am Boden sitzt, dann versuche Dich in den Schneidersitzt zu setzen, bei Bedarf kannst Du Dich auf eine Decke oder einem Kissen setzen um Dich möglichst gerade zu halten.

Augen schließen oder aber den Blick zu Boden senken.

Dann: das rechte Nasenloch mit der rechten Daumenkuppe verschließen und tief über das linke Nasenloch ausatmen.

Danach das linke Nasenloch mit einem Finger verschließen und durch das rechte Nasenloch ausatmen. Atme durch das rechte Nasenloch wieder ein, bevor Du erneut das rechte Nasenloch verschließt und über das linke Nasenloch ausatmest.

In diesem Muster fahre bitte 12 Atemzüge hindurch fort- beobachten die Pausen zwischen den einzelnen Atemzügen und atme möglichst entspannt

  1. Augenentspannung für müde Augen von der Bildschirmarbeit

Reibe Deine Hände bis sie warm sind und lasse dann Deinen Kopf in die muschelartig geformten Hände hineinsinken. Schließe die Augen und verdecke die Augäpfel ohne dass die Augenlider von den Handflächen berührt werden.

Atme ruhig weiter- und lass alle Gesichtsmuskeln, die Hände und Schultern locker- Genieße die Dunkelheit und achte darauf, wie Du beim Ausatmen noch entspannter wirst.

Wenn Du die Übung beenden möchtest, nimm Deine Hände langsam wieder herunter und öffne dann Deine Augen.

 

Eine schöne Adventzeit und einen langem Atem wünscht Euch

Béatrice